Frau mit Ring auf dem Finger und Schmuck am Arm und um den Hals

Goldschmuck kann verschiedene Farben haben. Das liegt daran, dass das Edelmetall Gold relativ weich ist. In seiner reinen Form ist es nicht hart genug, um zu Schmuck verarbeitet zu werden. Es würde im Handumdrehen zerkratzen und sogar seine Form verlieren. Daher werden andere Metalle hinzugefügt, um eine Legierung zu bilden. Neben Rot- und Gelbgold ist auch Weissgold eine solche Legierung.

Was ist Weissgold?

Um die Robustheit deines Goldschmucks zu gewährleisten, wird Feingold zusammen mit einer Reihe anderer Metalle zu einer Legierung geschmolzen. Die Zusammensetzung von Weissgold ist nicht festgeschrieben. Es gibt keinen einheitlichen Weg, um Weissgold herzustellen. Daher hat fast jeder Goldschmied seine individuelle Zusammenstellung. Ein Schmuckstück aus 18 Karat (Kt) Weissgold besteht zu 75% aus Feingold gemischt mit insgesamt 25% anderen Metallen wie Palladium, Zink und Silber in unterschiedlichen Mengen und Anteilen.

Weissgold ist kein Naturprodukt, sondern wird durch das Vermischen von gelbem 999 Feingold mit anderen Metallen erschaffen. Den Vorgang nennt man Legieren. Man spricht beim fertigen Edelmetall von einer Legierung.

Wie kannst du dich von der Qualität eines Weissgold-Schmuckstücks überzeugen? Der Edelmetall-Stempel ist z. B. bei einem Ring auf der Innenseite eingraviert. Bei Ketten und Ohrringe findet man den Stempel eher beim Verschluss. Dieser Stempel ist ein Gütesiegel, das dir Sicherheit über die Qualität der Legierung gibt. In der Schweiz ist der Edelmetall-Stempel für 18 Karat Weissgold-Schmuck Au750.

Au ist die chemische Bezeichnung für Gold. 750 bezeichnet den Feingehalt des Goldes, welches bei 18 Karat 75% Feingold beinhaltet.

Warum wird Weissgold rhodiniert?

Das Hinzufügen von “Weissmetallen” zu Feingold reicht nicht aus, um schönen Weissgoldschmuck zu schaffen. Weissgold verdankt sein reines Weiss der Rhodiumbeschichtung, die auf den Schmuck aufgetragen wird. Dies wird als Rhodiumbeschichtung von Weissgold bezeichnet. Die Rhodiumbeschichtung schützt vor Korrosion, Hitze, Verschleiss und sogar vor einigen Säuren.

Die Rhodinierung verleiht einem Schmuckstück aus 18 Karat Weissgold die schöne silberne Farbe und verhindert, dass Weissgold vergilbt. Andererseits erfordert es etwas mehr Pflege. Mit der Zeit (alle 2 bis 10 Jahre, je nachdem, wie intensiv der Schmuck getragen wird und wie dick die Rhodiumschicht zuvor war) muss die Rhodinierung deines Weissgoldschmucks wiederholt werden.